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Stand: 20.11.2015

Pressemitteilung

Wertvolle Unterstützung für die Babykleiderkammer

Die katholische Frauengemeinschaft St. Maria zeigt stolz ihre Spenden für die Babykleiderkammer. Vieles ist selbstgemacht. Die katholische Frauengemeinschaft St. Maria zeigt stolz ihre Spenden für die Babykleiderkammer. Vieles ist selbstgemacht. Friederike Jung / Caritasverband für die Diözese Speyer

Das Pfarrzentrum St. Maria hatte sich in einen Ort verwandet, der einem Geschäft für Babyausstattung Konkurrenz machen konnte. Auf langen aneinander gerückten Tischen präsentierten die Frauen der kfd St. Maria Babykleidung in allen Variationen, die sie in den vergangenen zwölf Monaten auf die Beine gestellt haben:  Strampelanzüge, Mützen, Jacken, winzige Wollsocken, gehäkelte Decken im Patchworkmuster, Strickjacken im Miniformat, darunter ein zünftiger Janker mit alpenländischen Motiven.

Vieles davon ist in liebevoller Handarbeit entstanden. Dazwischen tummelten sich Puppen und Stofftiere. Selbst ein Elch im Weihnachtsgewand fehlte nicht. "Manches davon ist gespendet", sagt Anni Brandstätter. Sie ist Vorsitzende der kfd St. Maria und organisiert mit den Frauen des Leitungsteams die jährliche Spendenübergabe. "Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, halte ich die Augen offen nach schönen Angeboten und stöbere auch gern mal in Secondhandläden. Dort gibt es oft gut erhaltene Babysachen." Für den Kauf nutzt sie Geldspenden, die immer mal wieder für die gute Sache eingehen.

Entstanden ist die Aktion zu der Zeit, als der Paragraph 218 es Frauen unter bestimmten Bedingungen und Einhaltung der Dreimonatsfrist erlaubte, sich ungestraft gegen eine ungewollte Schwangerschaft zu entscheiden. "Mit der Aktion "Mütter in Not" wollten wir ein Zeichen setzen und jungen Frauen oder Mädchen etwas helfen, die trotz schwieriger Situation ihr Kind behalten haben", erklärt Anni Brandstätter. 

Die jährlichen Sachspenden wandern in die Babykleiderkammer des Caritas-Zentrums Kaiserslautern und bereichern dort das Angebot, das sich hauptsächlich an Kinder bis zu drei Jahren richtet. "Hier können sich Frauen, die Klientinnen unserer Beratungsstelle  und nachweislich bedürftig sind, mit dem eindecken, was sie gerade für ihren Nachwuchs brauchen", sagt Theresia Ertel von der Schwangerschaftsberatung des Caritas-Zentrums.

Die Babykleiderkammer werde von Alleinerziehenden, kinderreichen Familien, Studentinnen,  Einheimischen und Migrantinnen frequentiert. In der Regel hat die Babykleiderkammer alle zwei Wochen dienstags morgens geöffnet. Auch hier sind ehrenamtliche Helferinnen im Einsatz. Sie sorgen dafür, dass die Babykleidung nach Größen sortiert ist und übernehmen die Ausgabe der Sachen. "Normalerweise können sich die Frauen, die die Babykleiderkammer in Anspruch nehmen, selbst aussuchen, was sie für ihren Nachwuchs brauchen. Das ist zu Corona-Zeiten leider nicht möglich. Stattdessen bekommen sie fertig gepackte Tüten." Die Pandemie hat auch ein Vorhaben im vergangenen Jahr durchkreuzt. "Da hat sich die Aktion der kfd St. Maria zum 40. Mal gejährt. Deshalb wollten wir die Spendenübergabe feierlich gestalten. Denn es ist beeindruckend, dass sich die Frauen, die mittlerweile selbst schon Großmütter sind, anderen Müttern noch immer so verbunden fühlen."

"Für ihre wertvolle Unterstützung sind wir sehr dankbar", sagte auch Nadine Ladach, Einrichtungsleiterin des Caritas-Zentrums. "Es ist nur schade, dass die Frauen, die sich soviel Mühe geben, nicht sehen können, wie viel Freude sie mit ihren Spenden machen."  

"Wir sind froh, mit unserem Beitrag Frauen oder Familien etwas helfen zu können. So lange es geht, werden wir es auch weiterhin tun", beteuert Anni Brandstätter stellvertretend für das 19-köpfige Team, das sich an der Aktion beteiligt. Selbst ihr Mann lässt sich einspannen, zum Beispiel als Fahrdienst um das Lager in der heimischen Wohnung für die Spendenübergabe zu räumen. Denn dort sammelt sich im Laufe des Jahres einiges an. Abgesehen von größeren Gegenständen wie etwa Kinderwagen, Kindersitze fürs Auto oder Bettchen. Die nimmt das Caritas-Zentrum direkt in Empfang.

Text und Foto: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer



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