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Stand: 20.11.2015

Pressemitteilung

Auszeichnung für beachtliche Leistungen

Verabschiedung Herr SchulzHohe Auszeichnung: Hans-Joachim Schulz (rechts) wurde anlässlich seiner Verabschiedung als Leiter des Caritas-Zentrums Kaiserslautern vom Caritasvorsitzenden Karl-Ludwig Hundemer vom Caritasverband Speyer mit der Dankmedaille des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet. Friederike Jung / Caritasverband Speyer

Gut 40 Jahre stand er im Dienst der Caritas, die Hälfte davon als Leiter des Caritas-Zentrums-Zentrums Kaiserslautern. Am 21. Juni 2018wurde Hans-Joachim Schulz  im benachbarten Bistumshaus feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Die Grußredner zollten dem bisherigen Leiter des Caritas-Zentrums Kaiserslautern viel Anerkennung für sein engagiertes Wirken zum Wohl der Menschen. Die beachtlichen Leistungen von Hans-Joachim Schulz honorierte Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Vorsitzender des Caritasverbandes in der Diözese Speyer, mit der Verleihung der Dankmedaille des Deutschen Caritasverbandes.

Zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und sozialen Institutionen konnte Barbara Aßmann, Leiterin der Abteilung Soziales beim Caritasverband Speyer, in ihrer Begrüßung nennen. "Es ist ein Tag des Rückblicks und der Anerkennung für Ihr jahrzehntelanges Engagement für die Caritas in den Dekanaten Kaiserslautern, Kusel und Donnersberg", eröffnete Karl-Ludwig Hundemer seine Rede. Er bescheinigte Schulz, Meilensteine gesetzt und Pionierarbeit geleistet zu haben.

Als Beispiel wurde die Neuaufstellung des Übernachtungsheims für wohnungslose Menschen genannt.  "Weil Sie schon früh erkannt haben, dass es nicht reicht, Menschen nur über Nacht zu beherbergen. Ihr Anliegen war es,  Wege zu finden, sie wieder Teil der Gesellschaft werden zu lassen." Damit habe Schulz den Resozialisierungsbereich aufgebaut. Mit der Schaffung einer Übergangseinrichtung für psychisch kranke Menschen, dem heutigen Caritas-Förderzentrum St. Lukas, habe Schulz das gleiche Ziel verfolgt.

Mit der Leitung des Caritas-Zentrums Kaiserslautern 1998 habe Schulz erfolgreich die zuverlässigen Arbeitsstrukturen seines Vorgängers Ludwig Hornung weiterentwickelt. Als Beispiele wurden der Neuaufbau der Schuldnerberatung erwähnt ebenso wie die  Realisierung der ambulanten Hospizarbeit im Landkreis Kusel und die Eröffnung des Mehrgenerationenhauses in Kaiserslautern - ein Paradebeispiel für die Offenheit neuen Themen gegenüber.

"Deutliche Spuren haben Sie nicht nur in der Profilierung der Migrationsarbeit hinterlassen. Es war Ihnen auch ein Herzensanliegen, die Caritasarbeit in den ländlichen Regionen der Westpfalz sozialraumorientiert auszurichten und dabei den Schulterschluss mit den Pfarreien zu suchen", betonte Hundemer.  Darüber hinaus pflege Schulz auch ein vielfältiges ehrenamtliches Engagement. In den 40 Jahren als "Caritäter" sei es ihm gelungen, ein Netzwerk der Hilfe aufzubauen, das seinesgleichen suche. "Sie haben es immer wieder geschafft, die Arbeit des Caritas-Zentrums in den Gremien der Stadt und des Landkreises überzeugend zu präsentieren und neue Kooperationspartner zu gewinnen", sagte Karl-Ludwig Hundemer. Er verlieh Hans-Joachim Schulz die Dankmedaille des Deutschen Caritasverbandes, die eine hohe Auszeichnung für außergewöhnliche Verdienste darstellt.

"Es gibt Menschen, die so visionär sind, dass sie die Wirklichkeit verändern können. Sie haben ein Händchen dafür und es auf die richtige Art und Weise geschafft", bescheinigte Pfarrer Steffen Kühn, Dekan des Dekanats Kaiserslautern, Hans-Joachim Schulz. Er dankte ihm, auch im Namen der Dekane Markus Horbach (Donnersberg) und Rudolf Schlenkrich (Kusel) für die Verknüpfung mit kirchlichen Institutionen, sowie sein stets ökumenisches und interreligiöses Handeln.

Auch Joachim Färber, Beigeordneter der Stadt, brachte seine hohe Wertschätzung zum Ausdruck. "Sie haben Großartiges geleistet und waren immer ein maßgeblicher sozialer Netzwerker."  Die Stadt sei stolz auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit und werde den Einsatz, Kreativität sowie  Engagement und Mitmenschlichkeit des bisherigen Leiters vermissen.

"Sie haben eine persönliche Sicht auf den Menschen und stellen ihn in den Mittelpunkt des Handelns", sagte der Beigeordnete des Landkreises Kaiserslautern, Peter Schmidt. Wo Hilfe nötig gewesen sei, dort habe Hans-Joachim Schulz geholfen -  mit seinem Wissen und seiner Person. "Denn er hat Caritas gelebt."

Mit Liedern und einer humorigen Einlage trugen die Mitarbeiter des Caritas-Zentrums zur Gestaltung der Verabschiedungsfeier bei. Ihrem langjährigen Chef zollten sie viel Anerkennung, nicht zuletzt für seine offene, herzliche Art.

Schulz selbst warf einen Blick zurück auf seine Zeit bei der Caritas, "die mit zwei Schreibtischen begonnen hat und die manche Karriere nennen. Für mich selbst ist es eine Aufgabe, die ich gerne übernommen habe, um besser helfen zu können, gemeinsam mit meinem Team, all den Ehrenamtlichen, den Spendern  und Vertretern aus Politik und Kirche." Ihnen allen dankte Hans-Joachim Schulz, vor allem aber seiner Frau, mit der er an diesem Tag den 44. Hochzeitstag feiern konnte. Ein doppeltes Ereignis - und der erste Schritt in einen neuen Lebensabschnitt und mehr Zeit für Privates.

Text und Fotos: Friederike Jung für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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